Unsere Geschichte

In Raesfeld wurde um 1150 eine Kirche durch den Burgherrn Rabodo von dem Berge errichtet. Christen gab es in Raesfeld sicher schon viel früher. Das Gebiet gehörte ursprünglich zur St. Remigus Pfarrei in Borken. In der 864-jährigen Geschichte ist viel geschehen.

Chronik

  • 889
    Raesfeld wird in dem Werdener Heberegister als Hrothusfeld bezeichnet.
  • 1166
    Erste urkundliche Nennung des Raesfelder Burgherrn Rabodo von dem Berge. Er ist Patronatsherr und Erbauer der Raesfelder Pfarrkirche.
  • 1150–1180
    Bau der Kirche durch den Edelherren Rabodo I. von dem Berge.
  • 1250
    Abtrennung des Pfarrbezirks von der Urpfarre in Borken und Erhebung zu einer eigenständigen Pfarrgemeinde.
  • 1313
    Der erste mit Namen genannte Pfarrer nannte sich "Reynerus".
  • 1384
    Der Burgherr Bitter von Raesfeld stiftet einen Altar in der Pfarrkirche.
  • 1444
    Der Burgherr Johann von Raesfeld verschreibt der Bruderschaft St. Martin eine Rente
  • 1457
    In einem Nachspiel zur Münsterschen Stiftsfehde wird der Raesfelder Kirchturm durch einen Brand zerstört und die kostbaren Sakralgegenstände entwendet
  • 1458
    Die beiden Kirchenmeister kaufen als Kirchengut den Hof Hetkamp
  • 1515
    Nach über 50 Jahren wird der zerstörte Turm wieder aufgebaut und um zwei Stockwerke erhöht.
  • 1516
    Zwei neue Glocken wurden durch Meister Westerhues am Nordrand des Dorfes gegossen.
  • 1560
    Ein Brand zerstört einen Teil des Dorfes und beschädigt die Kirche.
  • 1577
    Der Burgherr Goswin von Raesfeld lässt eine Glocke für die Kirche gießen.
  • 1630
    Der verstorbene Patronatherr Alexander I von Velen wird in der Pfarrkirche beigesetzt.
  • 1667
    Ein Schulhaus wird errichtet und der Küster wird dort der erste Lehrer.
  • 1749
    Die Kirche wird zu klein und es wird ein "Hangesolder" eine Bühne eingezogen.
  • 1810
    Das alte Pastorat war baufällig und wurde auf dem Gelände zwischen Marbecker Straße und Brökerstegge neu errichtet.
  • 1816
    In dieser Nacht wurde die Pfarrkirche ausgeraubt. Es wurden 5 Kelche, 11 Alben und sechs Messgewänder gestohlen.
  • 1821
    Für den "Primissiar" (jüngsten Kaplan) wurde am Dorfeingang ein Haus errichtet.
  • 1831
    Vikar Trockel kommt nach Raesfeld
  • 1837
    Ein neuer Friedhof wird an der Truvenne angelegt
  • 1840
    Pfarrer Trockel plant den Bau einer neuen Kirche
  • 1858
    Aufbau einer Notkirche und Abbruch der alten Pfarrkirche. Ostern wurde die letzte Hl. Messe gehalten.
  • 1860
    Einweihung der neuen Pfarrkirche St. Martin am 23. Oktober.
  • 1861
    Die Jüdische Synagoge wird gegenüber der Kirche gebaut.
  • 1863
    Pfarrer Trockel wird in den Ruhestand versetzt.
  • 1870
    Pfarrer Pentrup lässt 14 Kreuzwegbilder in Münster malen.
  • 1888
    Geschwister Hermann Holtkamp stiften ein Grundstück für ein Krankenhaus.
  • 1890
    Pfarrer Burlage lässt die Kirche mit Altären und bunten Bodenfliesen ausstatten.
  • 1909
    Gründung des Kath. Gesellenvereins St. Joseph durch Kaplan Nordhoff, jetzt Kolpingsfamilie.
  • 1912
    Pfarrer Fiehe lässt in der Kirche eine elektrische Beleuchtung installieren
  • 1925
    Pfarrer Austermann kommt nach Raesfeld und bleibt bis 1951 in Raesfeld.
  • Mai 1938
    Bischof Clemens August Graf von Galen besucht Raesfeld, entgegen den Weisungen der NSDAP ist das ganze Dorf festlich geschmückt
  • 1938
    Die Jüdische Synagoge wird in Raesfeld zerstört.
  • 1940
    Der Religionsunterricht und die Jugendstunden finden in der "Neuen Sakristei" statt
  • 1940
    Kaplan Meier predigt gegen das Hitlerregime und wird verhaftet.
  • 1945
    Kriegsschäden am Kirchturm und am Kirchengebäude.
  • 1945
    Ende März nehmen die englischen Truppen Raesfeld ein.
  • 1949
    Die Kolpingbrüder errichten in Eigenleistung das Kolpinghaus am Hohen Weg, das später als Pfarrheim genutzt wird. Präses Jasper segnet das Haus am 4. September ein.
  • 1952
    Bau einer Kaplanei an der Marbecker Straße.
  • 1967
    Bau eines Pfarrhauses an der Kolpingstraße.
  • 1976
    Neubau eines Friedhofskapelle.
  • 1983
    Pfarrer Tietmeyer wird Pfarrer bis 1993
  • 1985
    Lehrer Johannes Nolte wird zum Diakon geweiht und tritt seinen Dienst in St. Martin an.
  • 1993
    Pfarrer Bernhard Tietmeier und Diakon Anton Wesseler verlassen die Pfarrgemeinde
  • 1993
    Pfarrer Alois Cremers wird in sein Amt eingeführt
  • 1993
    Pastoralreferent Ludger Picker tritt seinen Dienst an und zieht mit seiner Familie in die Kaplanei in der Marbecker Straße ein.
  • 1994
    Tabernakel, Ambo und Altar werden neu erstellt und von Weihbischof Demming eingesegnet.
  • 1994
    In der ehemaligen Bücherei wird ein Pfarrsaal eingerichtet.
  • 1995
    Eröffnung des gemeindlichen Begegnungszentrums "Villa Becker"
  • 1997
    Das neue Seniorenhaus wird gebaut und auf das Patronat St. Martin geweiht.
  • 1997
    Die Pfarrgemeinde ist im Internet mit einem eigenen WWW-Server vertreten.
  • 1999
    Das Kolpinghaus wird mit viel Eigenleistung der Vereine gründlich renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet.
  • 2000
    Die Pfarrkirche wird von außen renoviert. Beschädigte Ziegel werden am Turm und am Kirchenschiff erneuert.
  • 2001
    Die Pfarrkirche wird von innen gründlich renoviert, neue Lampen werden installiert und der Innenraum mit einer neuen Farbgebung gestrichen. Weihbischof Werner Thissen segnet die Kirche zum Patronatsfest ein. 2001 | Die Pfarrgemeinden St. Martin in Raesfeld und St. Marien, Rhedebrügge, fusionieren.
  • 2004
    Die Bücherei bekommt eine hauptamtliche Kraft und neue Räume im ehemaligen Altenheim an der Weselerstrasse.
  • 2005
    Diakon Johannes Nolte stirbt am 25. April
  • 2007
    Die Friedhofskapelle wird an selber Stelle neu gebaut und am Allerheilgentag von Pfarrer Arntz eingeweiht.
  • 2009
    Die Kolpingsfamilie feiert ihr 100 jähriges Jubiläum
  • 2010
    Die Pfarrgemeinde begeht das 150jährige Jubiläum des Kirchbaus
  • 2011
    Pfarrer Johannes Arntz verlässt die Pfarrgemeinde und wird Pfarr- und Kreisdechant in der Pfarrgemeinde St. Lamberti in Coesfeld.
  • 2011
    Pfarrer Michael Kenkel wird in sein Amt eingeführt.
  • 2011
    Klaus Elsner aus Erle wird zum Diakon für St. Silvester und St. Martin geweiht.
  • 2013
    Am 9. Juni wird die Kirchengemeinde mit St. Silvester in Erle zusammengelegt.
  • 2013
    Am Christuskönigstag wird Herr Klaus Franke von Bischof Dr. Felix Genn zum Diakon geweiht und am 1. Advent mit einem großen Fest in seinen Dienst in Raefeld, Erle und Rhedebrügge eingeführt.
  • 2014
    Am 26. Oktober laden die evangelische und katholischen Kirchengemeinden ihre Ehrenamtlichen zu einem Dankeschönfest ein.
  • 2016
    Pastoralreferent Ludger Picker verlässt nach 22 jähriger Tätigkeit die Pfarrgemeinde und tritt eine neue Stelle in der Pfarrgemeinde St. Mauritz in Münster an. Dort wird er am Kirchort Magareta eingesetzt. Er wird dort für die Caritas und in der Flüchtlingsbetreuung tätig sein. 
  • 2017
    Die Pfarrkirche erhält eine neue Orgel. Auch die Orgelbühne wird komplett erneuert. An Ostern wird die Orgel feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

 

Die St. Sebastian Schlosskapelle ist bereits mehr als 350 Jahre alt. Hier wird an jedem Dienstag eine Hl. Messe gefeiert. Darüber hinaus ist sie ein beliebter Ort für kirchliche Hochzeiten.

In der heutigen Zeit leben in Raesfeld 7.168 Einwohner, von denen etwa 6.000 katholisch sind und zum größten Gemeindeteil der Pfarrei gehören.

Das kirchliche Leben wird durch viele kirchliche Vereine und Gruppen, lebendige Gottesdienste und aktive Gremien gekenzeichnet.

In Raesfeld ist auch das Pfarrhaus, in dem Pfarrer Michael Kenkel und Pater Johnsun wohnen, sowie das Pfarrbüro und die Büros von Pastoralreferentin Sr. Daniela Maria Simon, Verwaltungsreferentin Christin Baumeister und der KiTa Verbundsleitung Frau Ursula Kuhlmann. In der oberen Etage befindet sich ein Besprechungsraum.

In der Gemeinde St. Martin gibt es ein Familienzentrum (www.fami-mami.de) mit zwei 4-Gruppenkindergärten und die Hauptstelle der Bücherei, die zusammen mit der evangelischen Kirche und der Gemeinde Raesfeld betrieben wird.

In unserem Caritas Seniorenhaus leben 40 Menschen, die regelmäßig durch Besuchsdienste betreut werden. Im Betreuten Wohnen an der Gartenstrasse gibt es 40 Wohnungen und eine Demenzgruppe.

Im Kolpinghaus und im Pfarrsaal können sich die Gruppen und Gremien der Gemeinde zu ihren vielfältigen Angeboten treffen.